Verhalten an Einsatzorten

Sprachausgabe ►
„Jeder 10. Unfalltote könnte noch leben, wenn die Rettungskräfte nicht von Gaffern behindert würden...“ (Fakt, MDR, 21.09.2002)
Ein Beispiel...
Ein Kind stürzt mitten in der Stadt unglücklich vom Fahrrad und bleibt schwer verletzt liegen. Einzig ein junger Mann versucht dem Kind zu helfen. Während sich eine größer und größer werdende Menge von Schaulustigen um die beiden versammelt. Niemand macht Anstalten dem Mann bei der Versorgung des Kindes zu helfen, sie denken noch nicht einmal daran den Rettungsdienst zu verständigen. Der Mann schreit die Menge regelrecht an, ihm zu helfen, zumindest einen Notruf abzusetzen, aber die Menge reagiert nicht. Sein Aufruf hat nur die Folge, dass sich noch mehr Gaffer an der Unfallstelle versammeln, niemand hilft, jeder tuschelt...
Irgendwann erscheint der Rettungsdienst, weil doch jemand einen Notruf abgesetzt hat. Doch dem Rettungspersonal ist es beinahe unmöglich an die Unfallstelle vorzudringen. Keiner der Gaffer bewegt sich einen Schritt zur Seite. Das Kind stirbt, ohne, dass ihm effizient geholfen werden konnte, weil die Aufforderungen einer einzelnen Person Hilfe zu leisten von der Menge nicht gehört werden, weil niemand genug Courage bewies, um einen einfachen Notruf bei Zeiten abzusetzen und das Rettungspersonal am Erreichen der Unfallstelle gehindert wird, weil die Gaffer bloß ja keinen Augenblick des Leides der Opfer verpassen wollen...

Egal zu welche Institution man gehört, ob zur Polizei, Feuerwehr oder einem der Rettungsdienste gehört, jeder von ihnen hat täglich aufs Neue mit Fällen wie diesen zu tun. Sei es in der Stadt, auf der Autobahn oder sonst wo. Viel zu häufig werden sie von Gaffern behindert... von Menschen, die sich am Leid anderer weiden wollen, auch wenn es den oft den Tot der Opfer bedeutet...
Autor unbekannt

Ein Feuerwehreinsatz ist je nach dem für den Pasanten eine interressante Angelegenheit. Doch wenn neben dem Atemschutztrupp plötzlich ein "Zuschauer" steht und faszinierend beobachtet wie sich langsam die Rauchwand auf ihn zubewegt, dann kann etwas nicht stimmen.
Was für den Ausenstehenden vielleicht ganz unterhalsam aussieht, kann für die Feuerwehrleute purer Stress sein. Dennoch Feuerwehrleute wissen damit umzugegen. Sie wissen welche Abstände einzuhalten sind, was gefährlich ist und was nicht, wo man stehen darf und wo nicht. Im Gegensatz zu einem Ausenstehenden. Sie stehen schnell mal im Weg herum, oder halten sich innerhalb Gefahrenbereichen auf. In der Abendämmerung, oder den frühen Morgenstuden ist die Sicht stark eingeschränkt. Die Einsatzfahrzeuge müssen oft an engen Stellen manivrieren, ein Passant ohne Schutzkleidung, wie die Einsatzkräfte sie tragen, könnte hier leicht übersehen werden.
Wenn sie ein Feuerwehrmann bittet sich von einem bestimmten Bereich fernzuhalten so gibt es dafür immer einen Grund. Sie gefährden bei Missachtung entweder sich sich selbst, oder andere.

Haben sie kleine Kinder? Wenn ja denken sie daran, nicht alles was bei einem Einsatz zu sehen ist, ist für Kinderaugen leicht zu ertragen.
Manche Bilder können wir einfach nicht vergessen, wie geht es dann erst wohl ihren Kindern?