Durch die Hölle gegangen

Sprachausgabe ►
An der Himmelspforte wartet ungeduldig ein Geschäftsmann. Er klopft ein paar mal kräftig an das mächtige Portal, doch niemand öffnet.
Er klopft nochmals als Petrus endlich erscheint. Petrus mustert den Kaufmann von oben bis unten und sagt schlieslich: "Du hast Ruß an deinem Hemdkragen. Noch hat der Teufel nicht ganz von dir abgelassen. Setze dich hin, bete und bereue deine Sünden. Dann klopfe wieder an die Tür."
Der Kaufmann tat wie im geheißen. Er setzte sich und bereute und betete fleisig.
Nach einer halben Stunde klopfte er wieder. Diesmal lies ihn Petrus sogar dreimal klopfen bevor er die Tür öffnete. Wieder musterte er ihn von oben bis unten. Dann sagte er: Deine Gedanken sind nun rein. Doch dort auf deinem Herzen, dort sehe ich noch einen kleinen Rußfleck. Setze dich hin, bete und bereue deine Sünden." Wieder setzte sich der Kaufmann und betete und bereute. Nach ungefähr einer Stunde sah er eine gebückte Gestalt auf sich und die Himmelspforte zukommen. Er trug einen verrusten Helm und auch er selbst war über und über mit Ruß bedeckt. Da sagte der Kaufmann:"Das brauchst du gar nicht erst versuchen, mich hat er auch nicht reingelassen und sie nur wie sauber ich bin".
Doch die Gestalt reagierte nicht auf ihn. Sie schien all ihre Kraft aufbringen zu müssen um bis an diese Tür zu gelangen. Gerade als sie mit letzter Kraft ihre Hand hob um an der Pforte zu klopfen ging diese auf und zwei Engel führten sie hindurch.
Der Kaufmann hatte dies alles staunend beobachtet. Nun kam Wut in ihm auf. Er schlug wie wild gegen die Pforte und stellte Petrus zur Rede, als dieser ihm öffnete:"Mich hast du nicht hereingelassen, aber diesen schon, warum?".
Petrus sah den Kaufmann lange an, dann antwortete er:"Du hast noch auf dem Sterbebett darüber nachgedacht was die anderen mehr für dich hätten tun können, doch dieser Feuerwehrmann ist gestorben während er für das Leben eines anderen durch die Hölle ging.......

Haberl Martin